14 Tage

Kein Tag ist wie der andere. Jeder Tag ist etwas besonderes und eigentlich einen eigenen Bericht wert. Ein Wochenplan ist auch ziemlich sinnlos, weil sich immer wieder was aendert. Damit ihr trotzdem einen Eindruck bekommt, wie ich momentan meine Tage Down under verbringe, habe ich mal kurz zusammengefasst, was ich die letzten zwei Wochen so gemacht habe.

Montag, den 27.Februar
Ich habe Susan in der frueh von sieben bis acht geholfen die Kinder fuer die Schule fertig zu machen und habe mich dann ein wenig um den Haushalt gekuemmert: Tisch abraeumen, Geschirrspueler anstellen, Waesche auf die Leine haenge und Waesche vom Vortag abnehmen und zusammenlegen.
Nachdem ich kurz meine Emails gescheckt habe, schwang ich mich auch schon auf's Fahrrad und fuhr die 5km zu DDC. Heute stand wie fast jeden Montag um 11 Uhr meine Schwimmtour auf dem Plan. Ich hatte aber leider immer das Pech, dass die Tour wegen zu geringer Teilnehmerzahl oder zu hohem Wellengang abgesagt wurde. Ausserdem durfte ich die ersten drei Male nicht mit ins Wasser und war zweimal im Urlaub (Albany, Margaret River). Es war 38 Grad warm und die See war ruhig. Wir hatten 25 Leute an Board und genossen das erfrischende Salzwasser in der Bucht. Einzelne Delfine schwammen direkt auf uns zu, darunter auch Jet mit ihrem Baby. Normalerweise gehen wir nicht ins Wasser, wenn Delfinbabies in der Naehe sind, aber in diesem Fall hat ein Fischerboot uns die Delfine vorbeigebracht. Und es ist
bekannt das Jet immer um diese Boote herum schwimmt. Spaeter schwamm ein mir unbekannter Delfin direkt an drei Teilnehmern vorbei und stoppte ploetzlich unter mir, um mich genauer anzusehen. Ob er mich erkannt hat? oder ob er es nur merkwuerdig fand wie ich versuchte den Film in meiner Unterwasserkamera vorzudrehen. Um zwei Uhr erreichten wir wieder den Strand, versorgten die Touristen mit Tee und Kaffee und reinigten dann die Neoprenanzuege und Schnorchel bevor ich
nach Hause radelte.
Zuhause traf ich dann kurz auf Susan und sie fragte mich wie meine Schwimmtour war und erzaehlte mir von ihrem Vormittag. Sie holte dann die Kinder von der Schule ab und fuhr sie zum Schwimmen. Ich blieb heute daheim, nahm eine heisse Dusche und schrieb dann meinen Bericht ueber den "Australian Day" auf meine Webseite. Anschliessend nahm ich dann wieder die Waesche von der Leine, sorgte dafuer, dass die gesamte Kleidung ordentlich gefaltet in den Schraenken landet, raeumte den Geschirrspueler aus und bereitete dann das Abendessen vor.
Am Abend klingelte auf einmal das Telefon, musste aber feststellen, das mir nur irgendeine Tante eine Reise verkaufen wollte. Meine Antwort war knapp: "Nein Danke, ich bin bereits im Urlaub." Ich legte auf und widmete mich meiner Naeharbeit. Mein
T-shirt vom DDC war naemlich unterm Arm gerissen. Und morgen muss es wieder in Ordnung sein.

Dienstag, den 28.Februar
Um 7.30 Uhr begann ich meinen Dienst am Strand vom DDC. Erste Aufgabe war es die Temperaturen zu messen. Wir hatten 29 Grad Lufttemperatur und 22 Grad Wassertemperatur. Levy, ein Delfin der in diesem Jahr fast taeglich kommt und sich auch gern ueber eine Stunde in Ufernaehe aufhaelt, schwamm bereits in der Interaction Zone. Sie bekam allerdings wenig Beachtung, da wir nicht vor acht ins Wasser gehen. Nach ein paar Minuten war es ihr dann zu langweilig und sie schwamm davon. Kurz nachdem wir unser Morgenbesprechung beendet hatten und jeder auf seinen Posten gehen wollte, kam wieder ein Delfin angeschwommen und ein weiterer folgte. Als einige der japanischen Volunteers auf einmal anfingen laut sie groelen, wusste ich es muss was besonderes sein. Nicky war gekommen und brachte ihr neugeborenes Baby mit. Das Forschungsteam hatte sie am Morgen zuvor noch hochschwanger gesehen und das bedeutete, dass das Kalb weniger als 24 Stunden alt war. Die Rueckenflosse war noch nicht ganz erhaertet und an der Seite erkannt man gut die Geburtsfalten. Das Kalb war auch im Schwimmen noch nicht geschickt, und klaschte immer wieder mit der Schwanzflosse auf die Wasseroberflaeche. Nicky gab ihrem Kalb dann oefters mal eine Starthilfe in dem sie Wellen machte. Levy war uebrigens auch da, schwamm sogar dichter als gewoehnlich an den Besuchern vorbei aber bekam lange nicht so viel Aufmerksamkeit. Ich hatte die Aufgabe mit Touristen zu snorkeln, was aber nicht moeglich war bei einem Neugeborenen. Nicky hielt sich den ganzen Morgen in der Gegend auf und besuchte uns insgesamt 6mal an dem Tag. Meist war Levy auch da und einmal Shanty. Nicky kam in den letzten Wochen jeden Tag und als sie zwei Tage
verschwand, haben wir schon damit gerechnet, das sie ihr Kalb bekommt. Heute hatte man das Gefuehl als wollte sie ihr Baby schonmal daran gewoehnen, wo sie jeden Tag hinschwimmen. Bei jedem Besuch kam sie dichter. Vielleicht wartete sie aber auch auf ihren Fischsnack, den sie aber als Mutter eines unter sechs Monate alten Delfins nicht bekommt.
Nach dem Lunch schwammen Katherine (aus Perth), Tamai (aus Japan) und ich noch etwas in der Zone. Simone unsere Meeresbiologin gesellte sich auch noch kurz in ihrer Pause zu uns ins Wasser, bevor sie wieder an ihren Arbeitsplatz ging. Kaum waren wir aus dem Wasser kam Nicky schon wieder auf die Zone zugeschwommen machte aber sofort eine Kehrtwende, als Leute auf sie zu stuermten. Eigentlich sollte jeder wissen, dass es keinen Sinn hat auf Delfine zu zu schwimmen. Die Schwimmen naemlich schneller als wir und suchen sofort das Weite, wenn sie sich bedroht fuehlen. Zuhause sprang ich dann erstmal unter die Dusche und schaute mir dann auf dem Computer die neuen Photos vom Babydelfin an. Leider war kein besonders schoenes dabei. Mark hat Dienstags in der Schule immer Klavierunterricht und hat mir wieder vorgefuehrt, was er neues gelernt hat. Er macht gute Fortschritte.
Abends habe ich dann noch etwas gelesen, meine Emails gecheckt und ging ins Bett.

Mittwoch, der 1. Maerz
Der Tag begann so schoen. Direkt im Wasser hinterm Haus suchte ein Delfin nach Krebsen. Ich haette ihn gerne noch laenger beobachtet, musste aber um 7.30Uhr wieder Dienst am Strand schieben. Aber was heisst da musste, ich liebe meinen Job. Gerne haette ich jetzt aufgezaehlt, welche Delfine vorbeikamen, aber es war nicht einer da. Einmal schwamm eine Mutter mit ihrem Kalb vorbei und das muss entweder Jet oder Nicky gewesen sein. Kaum hatte ich aber meine Schicht beendet und radelte nach Hause, entdeckte ich wieder Delfine. Ich konnte es einfach nicht fassen. Da bin ich den ganzen Vormittag im Delfinzentrum und nicht ein Delfin kommt vorbei und hinter meinem Wohnhaus tummeln sich die Delfine im flachen Wasser. Waere ich nur zuhause geblieben. Ich setzte mich dann mit einer Eisgekuehlten Apfelschorle auf dem Balkon und beobachtete die Delfine mit dem Fernglas.
Geplannt war eigentlich, dass ich und zwei andere Volunnteere (Johanna aus Deutschland und Christine aus Schweden) eine Tramtour durch Bunbury machen. Die Stadtfuehrung waere fuer uns umsonst, wurde aber leider abgesagt, weil es keine zahlenden Teilnehmer gab. Ich verbrachte den Nachmittag dann damit ein wenig an meinen Onlineberichten zu feilen und spielte dann ein wenig mit Mark bevor ich wieder aufbrechen musste.
Abends wie jeden ersten Mittwoch im Monat ist unser Volunteertreffen im DDC. In diesem Monat gibt es 40 Langzeitvolunteere und 19 Kurzzeitvolunteer. Die Langzeitvolunteer sind Australier die in Bunbury oder Umgebung wohnen und ein bis zweimal die Woche vorbei schauen. Sie arbeiten hier schon jahrelang und kennen viele interessante Stories. Die Kurzzeitvolunteere sind meist nur wenige Wochen da und kommen von allen Orten der Welt, wie Japan, Deutschland und Schweden. Die Treffen sind immer sehr interessant, gerade wenn es darum geht, was das Researchteam auf seinen Bootstouren entdeckt hat. Phil der Leiter des Forschungsteams erklaerte uns woran wir gesunde Kaelber erkennen. Nickys Kalb hat oben am Kopf eine Delle, was bedeutet, dass die Melone noch nicht voll ausgebildet ist und es sein kann, das es das erste Jahr nicht ueberlebt. Interessant war auch das alle Kaelber zwischen 23,1 und 23,8 Grad Wassertemperatur geboren werden. Levy hat uns im Februar 45 mal besucht (ja, ganz recht, der Monat hatte nur 28 Tage) mit einem Rekord von sechs Besuchen an einem Tag. Aber ich gehe auch einfach gerne hin um mit meinen Freunden und Kollegen zusammen zu sitzen und Pizza zu essen. Das einzig negative war, dass ich an diesem Abend wieder drei Mueckenstiche mit nach Hause genommen habe.

Donnerstag, der 2. Maerz
Um 6.15 Uhr bekam ich einen Anruf von der Ostkueste. Nur gut das ich sowieso um 7Uhr auf der Matte stehen musste. In Queensland war es zu der Zeit naemlich bereits Viertel nach Acht, und selbst nicht jeder Australier denkt an die Zeitverschiebung. Es war die NANE Farm die ich gebeten habe einen Steuernachweis zu schicken. Nach dem Fruehstueck fuhr ich die Kinder zur Schule. Helens Kindergartengruppe ist im gleichen Gebaeude was die Sache vereinfacht. Der Unterricht beginnt um 8.45Uhr und um 11.30Uhr muss ich Helen schon wieder abholen. Es bleibt also nicht sehr viel Zeit zwischendurch. Ich bin an diesem Morgen zum Farmers Market gefahren, um frisches Obst und Gemuese einzukaufen, was ich normalerweise am Freitagvormittag erledige. Am Anfang war es etwas merkwuerdig auf der anderen Seite zu stehen. Ich war jetzt auf einmal nicht diejenige, die auf dem Feld schufftet und erntet oder verpackt, sondern war die Kunde, die ganz genau die Qualitaet prueft. Und da ich gerade in der Stadt war, hielt ich nochmal kurz beim Schoppingcenter auf der Suche nach einem Geschenk fuer Helens Geburtstag. Gekauft habe ich letztendlich drei Tafeln Schokolade und eine wasserdichte Uhr fuer mich. Na ja, Helens Geburtstag ist ja erst im April. Sobald ich meinen Einkauf nach Hause gefahren habe und den Geschirrspueler ausgerauemt habe, fuhr ich auch schon wieder die halbe Stunde zur Schule um Helen abzuholen.
Nachdem Lunch galt Helen meinte ganz Aufmerksamkeit. Wir spielten mit Duplosteinen, puzzelten und fuhren mit dem Fahrrad die Strasse auf und ab. Donnertags arbeitet Susan nur bis 14Uhr und kann dann Mark von der Schule abholen und zum Skaten fahren. Susan hat dann wie gewoehnlich das Essen schon vorgekocht, was ich nur noch aufwaermen musste. Am Abend haette ich eigentlich meinen Rucksack packen muessen, da wir am naechsten Tag fuer ein verlaengertes Wochenende nach Pemberton fahren, aber irgendwie hatte ich keine Lust dazu und habe stattdessen mit meiner Mama telefoniert. Und unsere Gespraeche enden selten unter einanhalb Stunden.

Freitag, der 3. Maerz
Freitags kann ich ausschlafen, denn ich fange erst um 8Uhr an zu arbeiten. Mark hatte an diesem Morgen keine Schule (beweglicher Ferientag, Helen hat immer nur Kindergarten von Mo-Do), Susan musste ihren Nachmittagsdienst auf den Vormittag verschieben, weil wir in Urlaub fahren und ich stand mit beiden Kindern da. Normalerweise waere das ja kein Problem gewesen, aber Mark hatte von 9-10 Uhr professionelle Englischnachhilfe und Helen von 9.30-10.30 Kindermusik und meine Sachen musste ich auch noch irgendwie packen. Allen war an diesem Morgen zwar zu Hause, aber er musste meinen platten Fahrradreifen erst einmal reparieren und dann die Fahrraeder verladen, bevor er fuer zwei Stunden (12-14Uhr) ins Krankenhaus muss. Er ist Chirogue. Ich fuhr mit den Kindern zur Nachhilfelehrerin und erklaerte Mark, dass ich ihn heute spaeter abholen wuerde. Die Zeit draengte schliesslich nicht, da er anschliessend keine Schule hatte. Sein Gameboy wuerde ihn einige Minuten beschaeftigen. Ich erklaerte Helen, dass sie heute nur eine halbe Stunde zur Musikstunde koenne, damit Mark nicht so lange warten muss. Helen wollte unter diesen Umstaenden aber gar nicht gehen. Ausserdem haette sie an diesem Tag Vertretungsweise eine andere Lehrerin gehabt, die sie kaum kannte. Okay, ersparen wir uns beide den Stress. Wir haben uns stattdessen mit Buchstabenpuzzle im Warteraum beschaeftigt und die Zeit ist wie im Flug vergangen. Um Allen Zeit zum Packen zu geben, bin ich mit den Kindern anschliessend in unser Stammcafe gefahren. Ich setzte mich auf die Veranda des Cafes und wartete auf meine Bestellung, waehrend die Kinder ueber den Spielplatz sausten und ihre Fuesse in der Meeresbrandung kuehlten. Von der Veranda aus hatte ich sie prima im Auge. Die Kinder tranken wie immer ihren Babychino, was nichts anderes ist als eine heisse Schokolade serviert in einer Expressotasse mit einem Marshmallow. Zuhause und ihren Freunden erzaehlen sie dann wieder stolz, sie sind einen Kaffee trinken gefahren. Niedlich. Nachdem Lunch sind die Kinder kurz Fahrrad gefahren, was ihnen in der Mittagssonne dann aber zu heiss wurde. Es mag zwar nicht die beste paedagogische Alternative sein, aber ich habe die Kinder dann mit einer DVD beschaeftigt, damit ich endlich meine Sachen und die Lebensmittel fuers Wochenende verstauen konnte.
Als Allen wieder zuhause war fuhren wir dann auch schon los, aber nicht ohne vorher noch im Schwimmbad zu stoppen. Ich hatte keine Lust zum Schwimmen. Ich wollte mich nicht anschliessend drei Stunden ins Auto setzen, mit dem Gewissen, das meine nassen Badesachen in meiner Tasche lagen. Wir assen unser Subway Dinner im Auto und hielten dann in Nannup. Und genau auf der Wiese, wo bei unserer letzten Rast auf dem Weg nach Pemberton Allen und Mark ein paar Baelle kickten, stand nun eine Buehne. Es war Musikfestival in Nannup. Wir hoerten zwei, drei Lieder, die Eltern deckten sich mit Kaffee fuer die Fahrt ein und wir fuhren die restlichen Kilometer nach Pemberton. Wir wohnten auf der gleichen Farm in dem gleichen Haus wie im Januar. Man hatte irgendwie das Gefuehl nach Hause zu kommen.

Samstag, den 4. Maerz
Ich bin um 7Uhr aufgestanden, habe mit der Familie gefruehstueckt und dann mit den Kindern gespielt. Naturlich wollte die Kinder auch nocheinmal auf dem Trampolin huepfen, bevor wir um 9 Uhr die Tiere fuettern konnten. An diesem Morgen war es so heiss, dass sich die Kaengeruhs gar nicht vom Bush auf die Wiese trauten und der Hund Nugget mal wieder ein Bad in der Pferdetraenke nahm. Wir haben uns dann nach drinnen verzogen und wieder Binonicle Lego gespielt und gemalt.
Am Nachmittag fuhren wir nach Northcliff, wo ein Fahrradparcour fuer Kinder aufgebaut wurde. Selbst Helen trat an in der Gruppe der unter sieben jaehrigen Maedchen. Der Pfad war nicht einfach und Susan musste ihr ein bisschen helfen. Mark hat im Rennen der sieben bis neun jaehrigen Jungen sogar gewonnen. Auch eine bekannte Familie von Susan und Allen war da. Der Vater fuhr morgen das grosse Gelaenderennen mit und die Mutter Lia wollte sich mit mir waehrend der Zeit am Staudamm treffen, wo die Kinder super Schwimmen koennen. Der Sohn Jade ist ebenfalls sieben und die Tochter Maya ist fuenf und Rafe ist noch ein Baby. Als wir dann zuhause waren, gab Allen mir noch kurz eine Fahrstunde mit seinem Auto, weil ich seinen Wagen noch nicht gefahren bin. Im Grunde glaube ich aber er wollte meine Fahrkuenste nur testen, denn es gab keinen nenneswerten Unterschied. Aber gut, Allen war beruhigt und ich kannte nun auch ohne Karte den Weg zum Staudamm.
Abends haben wir auf der Veranda gegessen weil es immernoch angenehm warm war. John, ein weiterer Radfreund wird morgen auch an dem Rennen teilnehmen und hat sich an diesem Abend zu uns gesellt und sich bei uns einquatiert. Als mir die Muecken dann aber zu viel wurden, habe ich mich in mein Zimmer verzogen und eine DVD angeschaut.

Sonntag, den 5. Maerz
Susan, Allen und John sind morgens frueh aufgebrochen um beim Mountainbikerennen von Pemberton nach Northcliff teilzunehmen. Die Strecke ist gut 94km lang. Nach dem Start um 8Uhr wollte Lia mit den Kindern zum Big Brook Dam fahren. Ich wollte mich ihr anschliessen, packte Schwimmsachen, Picknick und Kinders ins Auto und fuhr zum Staudam. Keine Lia in Sicht. Ich spielte mit den Kindern Haie jagen Delfin (Ich war der Delfin) und wir bauten eine Sandburg mit einem Tunnel fuer das Wasser. Um 10Uhr machten wir eine Picknickpause, Lia immer noch nicht in Sicht. Dann ein Anruf von Susan, die mir erzaehlte, dass Lia ihre Plaene geaendert hat und uns zum Lunch besuchen moechte. Also gut, dann spielen wir eben alleine. Die Kinder beoachteten wie Familien mit Hunden ins Wasser gingen und spielten. Und irgendwie sind sie dann auf die Idee gekommen, dass ich Stoeckchen ins Wasser werfe und sie hinterher schwimmen, um sie wiederzuholen. Dann haben wir uns im Sand eingegraben und andere Spiele gespielt. Um 12Uhr sind wir dann aufgebrochen nach Hause. Und gerade als ich die Badesachen auf die Leine gehaengt habe klingelte es an der Tuer. Es war Lia, die jetzt die super Idee hatte zum Staudamm zu fahren. Nein danke, ohne mich. Abgemacht war das wir uns am Vormittag dort treffen. Mark ist dann mitgefahren, waehrend Helen und ich uns eine DVD angeschaut haben. Es dauerte aber nur gut 20 Minuten und Helen ist eingeschlafen.
Allen wurde uebrigens von Lia heimgefahren, weil es ihm nicht so gut ging und ausserdem weil es zu heiss war. Er hat erst einmal geduscht und sich dann auch schlafen gelegt. Er meinte wir wuerden um 14.30Uhr aufbrechen, Mark abholen und dann direkt zum Ziel nach Northcliff fahren, wo Susan so gegen 16 Uhr ankommt. Um 14.30Uhr brachen wir dann auf, fuhren kurz tanken und dann fiel Allen auf einmal ein, dass wir die DVD's zuhause vergessen haben. Meinetwegen haetten die Kinder auch gut die Stunde Fahrt ohne einen Film auskommen koennen, aber Allen meinte die Kinder wuerden dann evt. vor Langeweile einschlafen und waeren am Abend quengelig. Er setzte mich daheim ab und wollte dann Mark abholen waehrend ich nach den DVD's suche. Dann habe ich gewartet und gewartet. Um 3.15Uhr lief ich Allen entgegen bis zur Abzweigung zum Staudamm, aber er kam nicht. Um 3.45Uhr entschied ich mich dann nach Hause zu laufen, weil ich glaubte er haette es sich anders ueberlegt. Es war unmoeglich rechtzeitig in Northcliff zu sein. Kaum war ich im Hause, kam Allen dann doch noch um mich abzuholen. Erstaunt fragte er mich: Warum bist du denn so aus der Puste? Ich war sauer, dass er mir nicht Bescheid gesagt hat, dass er spaeter kommt und ich beim 38Grad in der Sonne stand und den Berg zur Farm wieder hochgewandert bin. Er hatte naemlich in der Zwischenzeit erfahren, dass Susan aufgrund der Hitze die letzte Etappe nicht gefahren ist und gerade mit anderen Radlern im Pub sitzt. Da die Kinder so nett im Wasser gespielt haben, hat er keinen Grund gesehen, eher aufzubrechen. Also wir haben Susan dann abgeholt und ich weis gar nicht warum ich eigentlich noch mitgefahren bin, denn das Ende des Rennens habe ich gar nicht mehr gesehen. Auf dem Rueckweg gingen wir dann noch einkaufen, frisches Obst und Gemuese und Eis. Sonntags ist naemlich immer ice-cream Day. Er einzige Tag in der Woche, wo die Kinder Eis essen duerfen.
Am Abend kam "Bruce Almighty" im Fernsehen, den ich gerne gesehen haette, aber da die Kinder schlafen sollten und der Fernseher direkt vor deren Zimmer ist, musste ich darauf verzichten und habe mir stattdessen die Zeitung durchgelesen.

Montag, den 6. Maerz
An diesem Tag konnte ich ausschlafen und habe anschliessend Susan geholfen alle Sachen zu packen. Um 10.30Uhr sind wir dann aufgebrochen und wieder ging es zum Big Brook Dam. Auf Schwimmen hatte ich mal wieder keine Lust und so habe ich den Dam mit dem Fahrrad umrundet. Die gut vier Kilometer waren leicht zu fahren, dass haette sogar Helen geschafft ohne einmal abzusteigen und auf dem Weg gab es viele kleine Aussichtspunkte mit Infos ueber die Voegel und andere Tiere in der Naehe oder eine Erklaerung warum die Karri Baeume das Wasser braun faerben. Nach 20Minuten war ich wieder am Ausgangspunkt und ich erzaehlte Susan und Allen von meinem Ride. Allen kam dann auf die gloreiche Idee nach dem Lunch mit den Kindern die gleiche Strecke zu fahren. Nach 40Minuten waren sie wieder da und ich glaubte jetzt koennen wir endlich zurueck nach Bunbury fahren, aber nein, Allen wollte jetzt unbedingt mit den Kindern Schwimmen. Als wir dann endlich im Auto sasses, wurde mir verkuendet, das wir wieder in Nannup halten wollten, wo Mark auf einem BMX-Trak sein Tricks ueben koenne und Helen auf dem Spielplatz nebenan spielen koenne. Susan und Allen achten einfach darauf, das die Kinder selbst auf lange Autotouren immer genuegen Bewegung haben.
In Bunbury wurde wieder bei Subway gestoppt, weil keiner Lust hatte nach so einer Fahrt auch noch zu kochen. Nach dem Auspacken habe ich kurz meine Emails gelesen und bin totmuede ins Bett gefallen.

Dienstag, den 7. Maerz
Ich trage mich in der Woche fuer zwei Schwimmtouren ein. Meine Schwimmtour um 8Uhr ist aber mal wieder wegen zu geringer Teilnehmerzahl ausgefallen, deshalb habe ich mich fuer den Dienst am Strand eintragen lassen. Meine besondere Aufgabe heute war es Daten zu sammeln. Dazu gehoert aufzuschreiben, welcher Delfin zu welcher Uhrzeit kommt und wie lange er bleibt. Bisher fand ich es immer muehsam staendig Leute nach der Uhrzeit zu fragen, aber mit meiner neuen wasserdichten Uhr ist das jetzt kein problem mehr. Heute war nur Levy fuer 25Minuten da, was fuer ihre Verhaeltnisse recht kurz ist. Schwieriger wurde es die Leute zu zaehlen die im Wasser und am Strand waren. Inklusive der Schulgruppe zaehlte ich 150Leute im Wasser und 80Leute am Strand. Diese Zahlen sind ungewoehnlich hoch. Durchschnittlich haben wir ca. 50/60 Leute im Wasser. Andere besondere Aufgaben sind z.B. Schnorcheln, Strandkontrolle oder Fuetterung, wobei letzteres nur die Langzeitvolunteere machen duerfen.
Um 12Uhr setzte ich mich mit den anderen Volunteers zum Lunch an einem Tisch und machte mich dann auf dem Weg nach Hause. Da ich nichts besonders vor hatte, habe ich beschlossen an meinen Berichten zu arbeiten. Ich wollte meinen Bericht ueber Margaret River gerne zu Ende schreiben, was bis zur eigentlichen Veroeffentlichung aber 4 Stunden gedauert hat. Ich musste den Bericht dreimal schreiben. Beim ersten Mal war meine Internetverbindung ploetzlich unterbrochen worden. Beim zweiten Mal stuertzte gleich der ganze Computer ab und beim dritten Mal wollte ich den Text zur Sicherheit kopieren bin aber ausversehen mit der Maus abgeruscht und habe auf Einfuegen geklickt. Dadurch kam wieder eine aeltere Version zum Vorschein und ich musste nochmal den halben Text schreiben. Aber ich war wenigstens so hartnaeckig, dass ich den Bericht unbedingt online haben wollte.
Abends nach dem Dinner habe ich mir dann geschworen, kein Computer mehr fuer heute. Keine Emails, keine Reports, gar nichts. Stattdessen habe ich dann mit meiner Tante aus Deutschland telefoniert.

Mittwoch, den 8. Maerz
Um 7.30 Uhr war ich wieder am Strand. Diesmal hatte ich mich geopfert die Strandkontrolle zu uebernehmen. Ich muss dabei den Leuten erklaeren, wie sie sich im Wasser zu verhalten haben und weise dann die Richtung wo Platz in der Reihe ist. Ausserdem sorge ich dafuer das keiner abseits steht. Wenn kein Delfin mehr in der Zone ist, bin ich die erste, die die Info via Funk zum Eingang sendet. Der Job ist an kalten Tagen sehr beliebt, aber an heissen Tagen zieht es jeder vor selbst ins Wasser zu gehen. Mir war es fuer heute egal, da ich um 11Uhr sowieso eine Schwimmtour hatte. Es gab keine gute Begegnung zwischen Schwimmern und Delfine, denn die Maennchengruppe die wir trafen hatte kein Interesse und zu der Weibchengruppe die wir trafen, zaehlte Jet und Nicky mit ihren Kaelbern und bei so
jungen Tieren ist es verboten ins Wasser zu gehen. Schoen fand ich aber als Levy an unserem Boot vorbeischwamm und uns gegruesst hatte. Wenn Delfine uns gruessen winken sie aber nicht etwa mit der Flosse wie man das aus den Delfinshows kennt, sie stecken auch nicht den Kopf aus dem Wasser und reissen ihren Mund auf wie "Flipper" im Fernsehen. Levy gruesst uns in dem sie dicht an uns vorbei schwimmt und dann unter Wasser riesige Luftblasen produziert. Zurueck im Centre konnten wir die Schwimmanzuege nicht gleich reinigen, weil uns das Desinfektionsmittel ausgegangen ist und erst jemand einkaufen musste. Deshalb war ich heute erst um 3.45 Uhr zuhause.
Daheim habe ich dann meinen Bericht ueber die Delfine in der Koombana Bay veroeffentlicht, meine Emails gelesen und dann Susan mit den Dinner geholfen.

Donnerstag, den 9. Maerz
Donnerstags bringe ich die Kinder morgens um 8.30Uhr zur Schule und hole Helen drei Stunden spaeter wieder ab. Wenn man bedenkt das ich gut eine halbe Stunde zur Schule fahre, bleibt da nicht viel Zeit zwischendurch. Heute war das anders. Ich habe mich als Helfer eingetragen und die Erzieher bei der Arbeit unterstuetzt. Fuer die Bunbury Cathedral Grammar School, die nach der Reggio Padagogik arbeitet ist es voellig normal, dass Familienangehoerige den Alltag der Schule mitgestalten koennen. Die Schule oeffnet sich nach aussen und alle Aktivitaeten des Vormittags werden in der Piazza, dem Innenhof mit Photos und kurzen Beschreibungen ausgestellt. Die Klassenraeume haben zur Piazza Glaswaende, so das es fuer alle einsichtbar ist. Weitere Merkmale der Paedagogik ist die Arbeit in kleinen Gruppen und die Einbeziehung von Kunst. Nach der Reggio Paedagogik verfuegt ein Kind ueber Hundert Sprache sich auszudruecken, in Worten, ueber Bilder, ueber Bastelarbeiten, ueber Holzarbeiten, ueber Tonmodeliierung, ueber Sandbilder, ueber Pfeiftoene, ueber Gesang, ueber Klopftoene, ueber ... und ueber hundert andere Wege. Es war interessant den Alltag mitzuerleben auch wenn Helen nie von meiner Seite wich, aber ich habe es zumindest geschafft bei jeder Aktivitaet andere Kinder mit einzubeziehen.
Nach dem ich meinen Lunch gegessen habe und Helen mal wieder maulte sie habe keinen Hunger, habe ich wieder mit ihr gespielt. Ich wurde immer mueder, aber sie irgendwie gar nicht. Ich habe ihr dann versucht Buecher vorzulesen, was aber nur mich fast zum Einschlafen brachte. Also gut, Pause war angesagt. Helen musste sich ein wenig alleine beschaeftigen und ich habe mich erst einmal hingesetzt und einen Tee getrunken. Helen konnte das aber nicht ganz nachvollziehen. Sie meinte: "Warum bist denn du muede? Wir haben doch nur gespielt und nichts anstrengendes gemacht." Okay habe dann aufgeben und gefragt, was anstrengend ist. "Fahrrad fahren", war die Antwort. Als gut also gingen wir raus auf die Strasse wo Helen am Ende der Sackgasse ihre Kreise drehen konnte. Ich stand nur daneben, habe ihr zugeschaut und nach Autos Ausschau gehalten. Und so etwas nennt sie nun Anstrengung. Um 5.30 Uhr mussten wir dann aber leider reingehen, weil ich das Dinner vorbereiten musste und Susan und Mark bald vom Speedskating heimkamen.

Freitag, den 10. Maerz
Zweimal in der Woche hat Mark litaracy support, dass ist eine spezielle Form der Nachhilfe, die waehrend der Schulzeit stattfindet. Waehrend Mark also seine Englischnachhilfe bekommt verpasst er eine Mathematikstunde in der Schule, und rechnen tut er eigentlich gerne. Freitags fahre ich Mark zur Nachhilfe, kaufe zwischendurch frische Obst und Gemuese vom Markt und fahre Mark anschliessend zur Schule waehrend Susan fasst zeitgleich mit Helen zur musikalischen Frueherziehung geht. Gelegentlich tauschen Susan und ich auch mal die Rollen.
Wenn ich Mittags nach Hause komme, kuemmere ich mich ein wenig um den Haushalt, d.h. Einkauf verstauen, Waesche aufhaengen oder zusammenlegen, Geschirrspueler ausraeumen, und was anfaellt. Nachdem Susan, Helen und ich gemeinsam gegessen haben muss Susan sich dann fuer die Arbeit fertig machen. Am Anfang habe ich Susan noch oft zur Arbeit gefahren, aber jetzt faehrt sie oft mit dem Fahrrad. Susan hat mich auch nochmal daran erinnert, das Helen nach dem Lunch ruhig eine DVD anschauen darf und ich mich nicht unterbrochen mit ihr beschaeftigen muss. Ich halte eigentlich nichts davon, aber Helen liess natuerlich nicht locker und erinnerte mich immer wieder: "Mum sagt, dass ist okay." da habe ich dann schliesslich fuer heute nachgegeben. Um 3.20 Uhr war ich dann wieder bei der Schule um Mark abzuholen. Zu meiner Ueberaschung habe ich dort auch Katharina wiedergetroffen, die 3 Wochen an der Ostkueste verbracht hat. Da sie aber am Sonntag schon abreist und ich das Wochenende absolut keine Zeit habe, hatten wir nicht mehr die Zeit uns ausgiebig zu unterhalten. Aber was sollst, es gibt ja Email.
Mark war an diesem Nachmittag ganz stolz, dass er fuer seine schoene Schrift gelobt wurde. Susan hatte ihm am Vortag Papier mit mehreren Linien ausgedruckt und die mussten nun fleissig beschrieben werden. Ich habe mit Helen gespielt und Mark hat geschrieben. Irgendwann sagte er dann es reiche ihm jetzt und wir haben gemeinsam die Woerter gezaehlt. Wir kamen auf 97 Woerter. Klar das er die 100 noch voll machen wollte und schrieb noch eine Seite. Danach ist meine Montessorische Ader in punkto Wertschaetzung wieder durchgekommen und so musste wir natuerlich auch noch ein Cover machen und die Seiten zu einem Buch zusammen tackern. Helen wurde davon so inspiriert, dass sie auch unbedingt ein Buch haben wollte. Sie beschrieb Seiten mit langen M's und O's was im Grunde aber nichts anderes als Zickzacklinien und Kreise waren. Am Ende wurden die Buecher dann noch in Geschenkpapier eingewickelt, mit einer Karte mit den Worten "fuer Mama" versehen und in den Briefkasten gesteckt. Dann war es auch schon Zeit fuer mich das Essen aufzuwaermen und die Kinder haben mir geholfen den Tisch aufzuraumen und zu decken. Es hat gerade mal fuenf Minuten gedauert, bis Susan in der Tuer stand. Na das haben wir ja dann gerade noch rechtzeitig mit den Buechern geschafft.

Samstag, den 11. Maerz
Waehrend die Eltern wieder ihre Radtour machen, habe ich Schatzsuche mit Kindern gespielt. Mark hatte vor langer Zeit mit Mathilda, dem Vorgaenger Aupair eine Schatztruhe aus Pappmasche gebastelt und die musste nun im Haus versteckt werden. Zu Beginn habe ich auch noch eine Schatzkarte gemalt, aber Mark entschied nach nur zwei Durchgaengen, dass es zu einfach waere. Also habe ich die Kiste einfach versteckt und waehrend die Kinder mit Suchen beschaeftigt waren, hatte ich Zeit die Kueche vom Fruehstueck aufzuraeumen und die Waesche aufzuhaengen. Wir haben dieses Spiel ganze drei Stunden gespielt, bis die Eltern heimkamen.
Anschliessend habe ich dann eine Tasse Tee genossen, meine Emails gelesen und mich dann zum Skaten fertig gemacht. Susan, Mark, Helen und ich haben alle ein besonderes Skatershirt, mit dem wir nur 5$ statt 8$ Eintritt zahlen muessen. Und als regelmaessige Skater lohnt sich dass auf jeden Fall. Nachdem wir alle eine Kleinigkeit gegessen hatte fuhren wir alle in die Skaterhalle um puenktlich um 12 Uhr fuer unsere Unterrichtsstunde da zu sein. Ich war noch immer in Level 1 und musste mich mit einfachen Uebungen wie Bremsen und Tick Tocks rumschlagen, waehrend Mark und Susan bereits in Level 2 richtige Tricks uebten. Ab Level 4 lernt man dann Spruenge und wenn man gut ist kann man hier auch fuer die Olympischen Spiele trainieren. Meine Trainerin war Aleesha, eine vierzehnjaehrige australische Jugendmeisterin. Im April ist fuer sie die erste internationale Entscheidung in Neuseeland, wie ich von ihrer Mutter erfahren habe. Sie trainiert sechs Tage die Woche fuer ein bis zwei Stunden und in ihrer Freizeit trainiert sie andere Kinder und eben auch Anfaenger wie mich. Ich kenne ihre Familie gut, weil der Vater John auch Radfahrer ist und unter anderem mit uns in Pemberton war. Die Mutter Lucinda ist selbst Erzieherin und wir haben bei BBQ's schon oft unsere Erfahrungen ausgetauscht. Vielleicht sehe ich Aleesha dann auch irgendwann bei den Olympischen Spielen im Fernsehen und kann sagen, die kenne ich persoenlich. Naechstes Wochenende ist eine artische Show in der Skaterhalle und wir werden natuerlich alle gehen. Nach der Unterrichtsstunde sind wir noch fuer zwei Stunden gelieben und ich habe bei einem Spiel sogar Bonbons gewonnen, die Helen und Mark dann kameradschaftlich geteilt haben. Das Spiel hiess Head or Tail (Kopf oder Zahl) und man musste sich immer fuer eine Bande entscheiden. Ich hatte dann Glueck und blieb als einzige uebrig. Andere Spiele sind z.b. Limbo, wo man unter einer Schnur skaten muss, was gewoehnlich Helen gewinnt, weil sie die Kleinste ist. Oder auch Flamigo wo es darum geht wer als laengstes auf einem Bein skaten kann. Das Bein muss dann immer hoeher gehalten werden. Aber gegen die Aktisten anzutreten ist zwecklos.
Um 3Uhr waren wir zuhause und nach der Dusche hatte ich noch gut eine Stunde Zeit mich auszuruhen, bevor ich wieder zum DDC musste. An diesem Abend spielte naemlich im Rahmen des Carnavalprogramms (grosse Wochenveranstaltung mit Pferderennen, Modeschauen, Strassenfesten usw.) die Band Blue Shaddy bei uns am Strand, um das Centre ersten Bekannter zu machen und zweitens um mit Hilfe der Eintrittsgelder das Centre zu unterstuetzen. Meine Aufgabe war es an diesem Abend Wuerstchen zu verkaufen. Viel war nicht los, die Band war fantastisch und ich fing an hinter der Bartheke mit Simone und Saki zu tanzen, was Franzi natuerlich schoen mit ihrer Kamera gefilmt hat und ich glaubte die macht nur Photos. grrr Verkauft haben wir nicht viel, aber eine Menge Spass gehabt. Wir hatten zwischendurch auch immer reichlich Zeit zum Tanzen. Ich habe mich koestlich amuesiert und hatte auch nicht das Gefuehl zu arbeiten. Ich habe sogar Leute animiert zum Tanzen, was man von mir schon gar nicht gewohnt ist. Die Band spielte bis um 22.15Uhr und um 23.30Uhr waren wir dann endlich mit den Aufraeumarbeiten fertig. Susan und Allen haben sogar mal wieder Ruecksicht auf mich genommen und fahren morgen erst einanhalb spaeter los, damit ich laenger schlafen kann. Ist das nicht nett? Auf der Heimfahrt im Auto musste ich dann auch gleich meiner neuerworbenen CD einer Hoerprobe unterziehen. Aergerlich war, dass ich vergessen hatte mir die CD signieren zu lassen, wo wir doch noch schoen mit der Band geplauscht hatten. Na ja, sie sind ja am Ostersonntag wieder in Bunbury.

Sonntag, den 12. Maerz
An diesem Vormittag fuhr ich mit den Kindern zum Foreshore Festival in Eaton und man glaubt gar nicht wie schnell 50$ auf einem Jahrmarkt verbraucht sind. Die Kinder hatten einen heiden Spass beim Huepfen auf der Huepfburg, beim Eisessen, beim Fahren in kleinen Autos und einem Zug, dessen Waggons von einem Rasenmaehertraaktor gezogen wurden. Es gab auch viele kleine Staende wo man Schmuck, Tuecher und andere Sachen kaufen konnte, aber dafuer liessen mir die Kinder einfach keine Zeit.
Zum Lunch habe ich die Kinder nur daheim abgesetzt und bin dann gleich mit dem Fahrrad in die Stadt gefahren, wo ich um 14 Uhr beim Pferdeschwimmrennen zusehen wollte. Das Leschenault Inlet ist nicht besonders tief und eine Durchquerung ist gerade mal 350m weit. Gewonnen hat das Rennen ein Pferd namens Northern Image, der zudem den schwersten Reiter tragen musste. Letzter war ein Pferd namens Easy Money, mit dem es diesmal wohl nicht so einfach das Preisgeld von 2500$ zu gewinnen gab. Dies war aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Rennen, die noch folgen. Am Dienstag ist Pink Lady Day auf der Rennband und die ersten 200 Damen in Pink bekommen eine Flasche Champangner geschenkt. Im Vordergrund steht aber an dem Tag eher die Mode der Damen und die zur Schaustellung ihrer grossen Huete. Der Bunbury Cup Day ist dann am Donnertag. Ich werde aber auf Helen und Mark aufpassen muessen und habe gar nicht die Moeglichkeit mein Geld zu verwetten. Als die Leute sich dann so langsam vom Leschennault Inlet entfernten, hoerte man es plaetchern im Wasser. Es war Shredder mit ihrem Kalb Radar. Shredder ist ein Delfin, der vor Jahren von einem Hai boes attakiert wurde. Sie hat sich dann erst einmal ins Inlet verzogen und sich erst nach zwei Jahren wieder raus in die Bucht getraut. Hai sieht man aber fruehstens 3km weit draussen, wo Shredder mittlerweile auch schon wieder gesehen wurde. Fuer mich war es das erste Mal, das ich sie gesehen habe. Um 4.30Uhr gab es dann noch ein Konzert, aber ich hatte nicht die Lust noch ueber eine Stunde zu warten, und da ich niemanden getroffen habe, den ich kenne, fuhr ich wieder nach Hause.
Abends kam uns dann Tina mit ihrem Freund besuchen. Tina hat frueher in Helens Spielgruppe gearbeitet und auch gelegentlich mal auf Helen und Mark aufgepasst, als die Chongs noch keine AuPairs hatten. Im April wird sie jetzt fuer ein Jahr als AuPair nach Paris gehen und hat uns alles ueber ihre Familie erzaehlt. Sie soll die Kinder dort auch zur Schule fahren, ist aber bisher weder mit Gangschaltung noch rechts gefahren und dann faehrt sie ausgerechnet in Paris. Ich habe ihr dann erst einmal von meinen Schwierigkeiten berichtet. Gerade als ich dann unsere Gaeste verabschiedet hatte, bekam ich auch schon einen Anruf von daheim.

So das waren meine letzten zwei Wochen. Und es geht genauso aufregend weiter: Montag - Schwimmtour, Dienstag - Strand, BBQ im DDC, Mittwoch - Strand, Tramtour, Bootcruise, Strassenfest (Wenn ich noch so viel Elan habe), Donnertag - Kinder, leider keine Zeit fuers Pferderennen, Abschiedsessen mit Freunden vom DDC, Freitag - Kinder, Samstag - Kinder, Skaten, Mark uebernachtet beim Freund, Sonntag - Helen am Vormittag, Artistikshow in der Skaterhalle.

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