Das Dolphin Discovery Centre (DDC)

Die Anfaenge

In den 60er Jahre hat eine gewisse Mrs. Smith angefangen Delfine zu fuettern und irgendwie ist daraus dann eine touristische Attraktion geworden. Es hat sich bald herumgesprochen, dass sich wilde Delfine fuettern liessen und so reisten bald nicht nur Leute aus anderen Teilen Australiens, sondern beispielsweise auch aus Malaysia an. Anfang der 70er ist Mrs Smith dann verstorben, aber einige Ortsansaessige haben weiter Delfine gefuettert und die Faszination ist geblieben.
Es wurde ein Verein gegruendet mit dem Namen Bunbury Dolphin Trust, die 1989 ein Team von Delfinspezialisten engagierten. Ihre Aufgabe war es mit Booten rauszufahren, Fotos zu machen und dadurch die Delfine zu identifizieren. Seitdem Research betrieben wurde, gab es auch die Volunteere am Strand. Sie halfen den Spezialisten Daten zu sammeln, dass Verhalten der Tiere zu ergruenden und schwammen regelmaessig mit den Delfinen in Strandnaehe. Dieser Bereich ist heute als Interaction Zone (IZ) bekannt. Im darauffolgenden Jahr fing man dann an Touristen und Einheimische auf Bootstouren das Schwimmen im den Delfinen in der Bucht zu ermoeglichen. Diese Touren sind noch bis heute beliebt.
Zusammen mit den Toureinnahmen und Spenden war es dann moeglich 1994 das Dolphin Discovery Center zu gruenden. Es erhaelt ein kleines Museum, ein Kino, ein Souverniershop, ein Cafe und einen Bereich fuer das Forschungsteam. Vor dieser Zeit gab es nur einen Container fuer die Volunteere am Strand, der aber immer noch existiert. Die gesamte gesammelte Data wurde seit 1989 auf Papieren festgehalten aber professionell wird es erst seit in letzten Jahren betrieben. Viele alte Photos waren noch nicht mal entwickelt und Papiere sind nass geworden und verfallen langsam. Die heutige Data ist auf vier Computern verteilt und es wird wohl noch einige Zeit dauern bis alle Angaben katalogisiert und die Luecken aufgefuellt sind.
2000 kam ein Fernsehteam vorbei, dass einen Film ueber die Delfine in der Koombana Bay in Bunbury drehte, den man heute noch zusammen mit Filmen ueber Delfine in Monkey Mia, Wale und Pinguine im Kino des Zentrums sehen kann.


Das Dolphin Discovery Centre heute

Der Eintritt kostet gerade mal 4$ und ist ein halbes Jahr gueltig. So hat man die Chance wieder zu kommen, wenn man einmal keinen Delfin gesehen hat. Solange man sich aber im Zentrum aufhaelt, sei es im Museum, im Kino oder im Cafe wird man darueber informiert, wenn ein Delfin gesichtet wurde.
Ausserdem gibt es die Moeglichkeit auf Touren zu gehen. Eine ECO-Cruise (1 1/2 Stunden Sightseeing) kostet fuer einen Erwachsenen 33$. Ich bekomme dafuer jeden Monat zwei Gutscheine, die aber leider nicht uebertragbar sind. Ich habe noch nicht einen davon genutzt. Fuer 115$ kann man auf eine Schwimmtour gehen. Die Tour dauert drei Stunden und Delfine sieht man hundertprozentig, aber nur auf wenigen Touren sind die Delfine auch wirklich an uns interessiert. Meist sind sie mit Fischen beschaeftigt. Und einmal hat sich eine Gruppe Kanupaddler zwischen uns und die Delfine gestellt, was die Delfine verscheucht hat. Unwissenheit der Anwohner. Niemals darf man versuchen einen wilden Delfin zu streicheln, hinterher zu schwimmen oder mit dem Wasser zu spritzen. Die Delfine suchen sofort das weite Weite, weil sie Angst bekommen. Ich begleite diese Touren und bekomme sie jedes Mal umsonst.
Die Interaction Zone am Strand ist kostenlos und immer einen Besuch wert. Wir sammeln Data, d.h. schreiben auf wann die Delfine kommen, wann sie gehen, wie warm das Wasser ist, wie warm die Luft ist, wie bewoelkt es ist, wie viele Leute am Strand sind, wie viele Leute im Wasser sind, und besonderes Verhalten der Delfine und Besucher. Ihr seht also, dass die Erforschung der Delfine immer noch an erster Stelle steht. An zweiter Stelle steht die Aufklaerung der Bevoelkerung ueber das Verhalten und die Bedurfnisse der Delfine. Wir sorgen dafuer, das kein Muell in die Bucht gelangt und dass die Delfine sich sicher fuehlen, wenn sie an den Strand kommen. Waehrend wir knietief mit den Touristen im Wasser stehen, geben wir diese Informationen weiter, aber gleichzeitig hat auch jeder die Moeglichkeit etwas weiter rauszugehen und den Kopf unter Wasser zu stecken, um die Delfine zu hoeren und bei guter Sicht auch unter Wasser zu sehen. Zur Sicherheit der Delfine nimmt ein Volunteer aber nie mehr als fuenf Besucher gleichzeitig mit raus. Der Tourismus ist aber nur der kleinste Teil unserer Aufgaben. Und wie gesagt die freiwilligen Helfer gab es schon fuenf Jahre bevor das Zentrum eroeffnet wurde.
Ich liebe meinen Job und komme bei jeder Gelegenheit an den Strand. Nur an Regentagen bin ich ungern da. Den Delfinen stoert es naemlich nicht, wenn wir nass werden, sie sind ja eh nass. Und ich friere und hoffe einfach nur das die Delfine bald gehen. Aber manchmal stehe ich Stunden im Wasser. Einmal hatten wir einen schoenen Morgen. Tangles, Turbo, Nicky und Levy waren da. Es war schoen die Delfine zu beobachten, besonders wenn Levy mit Turbo spielt. Aber dann fing es an zu nieseln. Die Delfine machten sich auf den Weg nach Hause, bis auf Levy. Sie schwamm weiter entlang der Touristen, auch wenn nur noch halb so viele im Wasser waren. Endlich suchte auch sie das Weite. Ich lief aus dem Wasser trocknete mich ab und machte mir einen heissen Tee. Ich trank einen ersten Schluck als schon wieder jemand rief Delfin in der Zone. Es war wieder Levy wer sonst. Beim zweiten Besuch blieb sie so lange bis es richtig anfing zu schuetten. Aber als sie Erbarmen mit uns hatte, war mein Tee bereits kalt geworden.


In Zukunft

In diesem Jahr haben wir die Bestaetigung bekommen, dass die Stadt uns finanziell unterstuetzt. Es ist nun geplannt ein neues Gebaeude direkt am Strand zu errichten, wo sowohl das Researchteam wie auch die Vollies untergebracht sind. Unser einfacher Container wird dann abgeloest. Mit dem Bau wird in den naechsten 12 Monaten gegonnen und bis dahin ist dann hoffentlich die Data auf dem neusten Stand und es kann Hand in Hand mit dem Forschungsteam gearbeitet werden. Die Infos werden dann noch genauer. So kann das Team von morgen z.B. die Wassertemperaturen vom Strand und Bucht vergleichen und die Veraenderung des Wetters den ganzen Tag ueber dokomentieren. Mit dem Team am Strand gelangt die Data direkt in den Rechner und vielleicht wird es jemanden gelingen endlich vorherzusagen wann die Delfine uns besuchen.
Wir wollen schon heute, das die Delfine ihr natuerliches Verhalten beibehalten und fuettern nur sehr wenig Fisch und geben dieses kontrolliert aus. Im Moment fuettern wir noch sechs Delfine, aber in Zukunft soll keiner mehr gefuettert werden.

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